Herzlich willkommen in unserer Kirchengemeinde!

Das ist eigentlich unsere einzige moralische Aufgabe: In sich selbst große Flächen urbar zu machen für die Ruhe, für immer mehr Ruhe, so dass man diese Ruhe wieder auf andere ausstrahlen kann. Und je mehr Ruhe in den Menschen ist, desto ruhiger wird es auch in dieser aufgeregten Welt.

Etty Hillesum


Zwischen Bangen und Hoffen

Die Zeit zwischen Karfreitag und Ostersonntag ist vor allem für Kindernerven aufreibend. Aber auch ein Christ, der sich mit den Inhalten seines Glaubens auseinandersetzt und bewusst die Karwoche durchlebt, kennt diese Anspannung zwischen "Noch nicht" und "schon jetzt": noch ist Jesus nicht auferstanden und dennoch wissen wir darum und leben aus der Auferstehungshoffnung - schon jetzt. Die Jünger Jesu damals hatten diese Gewissheit noch nicht. Zwar hatte Jesus seine Auferstehung zuvor angekündigt, aber er hatte ja so vieles über Gottes Reich erzählt und "Auferstehung", das klingt so ungreifbar. Wie soll ich mir das vorstellen?

Als es dann geschah am dritten Tag, war es tatsächlich für die Jünger un-begreifbar! Die biblischen Erzählungen schildern es genau, wie lange die Jüngerinnen und Jünger brauchten, um das Unfassbare anzunehmen und als "wahr" anzuerkennen. Und wir heutzutage? Tun wir uns nicht auch schwer, diese Verheißung der Auferstehung für uns anzunehmen? Diejenige am Ende unseres Lebens und die versprochene mitten im Jetzt? Es gibt immer wieder einen Neuanfang in unserem Leben - egal, was gerade schief läuft, was uns erschreckt oder im tiefsten Inneren erschüttert. Gott ist da und führt uns immer wieder zurück ins Leben!

Das ist die Botschaft von Ostern. Glauben wir es! Denn:

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

Ihre Pfarrerin Sylvia Unzeitig

Hardter Weg am Ostermontag nochmals zu sehen!

Der von den Hardter Kirchengemeinderäten Joachim Thumm, Wolfgang Raisch und Elke Melchinger konzipierte Passionsweg hat am Palmsonntag zahlreiche Menschen aus der näheren und auch ferneren Umgebung angezogen. In 12 Stationen geht der Weg dem Leben Jesu nach – von der Geburt bis zu seiner Auferstehung. Grüne Tafeln erklären die einzelnen Abschnitte mit dem jeweils passenden Bibeltext und einem Gebet oder abschließenden Gedanken. Das alte baufällige Pfeiferhäusle gibt als erste Station eine passende Unterkunft für die biblische Geburt Jesu im Stall her. Am Pfeiferbrunnen fand man die Station „Hochzeit zu Kana“: ein festlich gedeckter Tisch mit einer Glaskaraffe, in der unschwer zu erkennen eine rote Flüssigkeit enthalten war, Jesu erstes Wunder. Direkt in die Karwoche hinein kam man schon an der dritten Station, Palmsonntag in Hardt. Was wäre, wenn Jesus in Hardt einziehen würde? Würden die Menschen verstohlen hinter ihren Vorhängen hervorschauen oder jubeln wie die Einwohner Jerusalems? Weitere Haltepunkte waren am Kindergarten (Garten Getsemane), im Baugebiet „Schlagwiesen“ und auf dem Gelände des Sportvereins, wo die traditionellen Kreuzwegstationen gezeigt wurden.

Besonders beeindruckend: die Kreuzigungsgruppe am Hohlweg nach Wolfschlugen und das von Wolfgang Raisch erstellte Grab Jesu, das auf den ersten Blick sehr authentisch wirkt. Der Weg war am Palmsonntag sehr belebt und auch in der Friedenskirche, an der der Hardter Weg endet, war im Kirchencafé Hochbetrieb. Bis zu 60 Gäste zählten die Gastgeber Joachim und Bärbel Thumm in einer Stunde. Pfarrerin Sylvia Unzeitig dankte den Hardter Kirchengemeinderäten für die tolle Idee und ihr Engagement zur kreativen Umsetzung. Viele Besucher waren begeistert und hoffen auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr. Der Hardter Weg ist noch am Ostermontag, von 10 bis 18 Uhr zu begehen. Dann allerdings ohne Kirchencafé! 

Hier finden Sie Ereignisse der letzten Zeit oder Vorankündigungen

Meditativer Rundgang um und durch Hardt auf den Spuren Jesu

Am Nachmittag des Palmsonntags beginnt der "Hardter Weg", ein Passionsgang zum Leben Jesu, den Hardter Christen konzipiert und selbst erstellt haben. Er wird auch noch am 15. April und dem Ostermontag jeweils von 10 - 18 Uhr abzuschreiten sein. Ein Plan, den es in den Kirchen, im Pfarramt und im...

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Die Natur kündet schon das große Fest an...

Am 14. April feiern wir wieder in ökumenischer Verbundenheit Palmsonntag - dieses Jahr gleich im Gemeindehaus, denn die Kirche wird ja immer noch renoviert. Diakon Peter Seidl und Pfarrerin Sylvia Unzeitig freuen sich dennoch auf die Prozession mit den Palmbuschen, die wie immer auf den...

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An Dreikönig kommen wieder die Tischkicker zum Einsatz

Dank Ida und Leon Conrad wird die lange Tradition des Dreikönigs-Tischkicker-Turnier fortgeführt.

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Veranstaltungen im Kirchenbezirk Nürtingen

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • 22.04.19 | Christus kommt uns entgegen

    Viele Menschen meinen, es kann nur bergab gehen mit unserer Welt. Und nach dem Tod erst recht. Da kommt nur ein schwarzes Loch. Rundfunkpfarrerin Lucie Panzer ist dagegen überzeugt: Christus kommt uns entgegen – im Leben und im Tod.

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  • 21.04.19 | „Wir beten für die Toten und Verletzten“

    Landesbischof July hat sich bestürzt über die Serie von Angriffen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mehr als 200 Toten geäußert: „Die Anschläge zeigen dramatisch wie nötig die Osterbotschaft für die Welt ist"

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  • 21.04.19 | Das Osterlicht leuchten lassen

    Am Ostersonntag Landesbischof July predigte in diesem Jahr in zwei württembergischen Kirchen gemeinden: in Schopfloch und in Unteriflingen. Er sagte: „Österliche Menschen können in Barmherzigkeit, Frieden und Nächstenliebe, in gesellschaftlichem Engagement etwas vom Osterlicht aufleuchten lassen."

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